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ROC Arcus College
Benzenraderweg 1
6411 EC Heerlen
tel. 045 - 5606700
e-mail: info@arcuscollege.nl
url: www.arcuscollege.nl

Tag der Offenen Tür
Der jährliche ‘Tag der Offenen Tür‘ ist die perfekte Gelegenheit für interessierte Schüler und Eltern, um mehr über die Ausbildung am Arcus College zu erfahren. An diesem Tag finden Vorführungen statt und man erhält Einblick in die vielfältigen Bereiche. Auszubildende berichten von ihren persönlichen Eindrücken und Erfahrungen. Beratungsgespräche oder individuelle Schnuppertage sind nach Absprache beim

Fachberater ebenfalls möglich: Jef Wallz, E-Mail
jwallz@arcuscollege.nl und Tel. + 31 - 45 - 54 52 78 6.
Arcus College (Heerlen-Zentrum, direkt bei der Euregiobahn)
Tag der Offenen Tür • Samstag, 23. Januar 2010 • 10.00 – 15.00 Uhr
Arcus College
Willemstraat 2
NL-6411 KX Heerlen
Tel. +31 - 45 - 54 52 78 6
(Fachberater Jef Wallz)
Fax + 31 - 45 - 560 89 10
E-Mail jwallz@arcuscollege.nl
www.arcuscollege.de

Informationen über den Berufsbildender Unterrichts- und Erwachsenensektor (BUE)
Laut den Bewertungsvorschlägen der ZAB, die den Zugang zum Hochschulstudium in Deutschland regeln, verleiht der MBO in seiner vierjährigen Variante den Zugang zu deutschen Fachhochschulen. Die Fachbindung erfolgt in Abhängigkeit der Profilbereiche, was letztlich auf einen fachgebundenen Zugang hinausläuft.

Einleitung des Sektors
Der berufsbildender Sekundarunterricht und die Erwachsenenbildung bedienen viele verschiedene Zielgruppen.Dieser Sektor kennt ein sehr breitgefächerten Unterrichtsangebot.
Der Sektor leistet einen wichtigen Beitrag zum Wirtschaftstum und zur sozialen Kohärenz.
50 % der niederländischen Schüler ab 16 Jahre entscheidet sich für eine Ausbildung im berufsbildenden  Sekundarunterricht.
In 1999 verliessen 100.000 junge Fachleute diesen Unterricht mit einem berufsqualifizierender Berufsabschluss. 90 % Wahrscheinlichkeit eine Stelle zu finden.

Die regionalen Ausbildungszentren (ROC) haben einen erheblichen Umfang.
Der Staat beschränkt sich auf die Überwachung der Qualität, die Finanzierung und die Verantwortung. Jede Einrichtung veröffentlicht regelmässig Angaben über die Verwendung der öffentliche Mittel.
Durchschnittliche grösse einer Einrichtung ist 12.000 Schüler ( 8000 Sekundarunterricht und 4000 Erwachsenenunterricht). Das grösste regionale Ausbildungszentrum zählt 34.000 Schüler und das Kleinste 160 (Berufsfachschule).

Gesetzliche Instrumente für die Qualitätsverbesserung
Das Niederländische Gesetz über den berufsbildenden Unterricht und die Erwachsenenbildung enthält eine Reihe von Instrumenten, mit deren Hilfe der niederländische Staat die Qualität der Einrichtungen steuern und kontrollieren kann:
- die Qualifikationsstruktur und die Anforderungen der Abschlussprüfungen der Ausbildungen;
- Prüfungen und externe Legitimierung;
- Den zwischen der Einrichung und dem Teilnehmer abgeschlossenen Ausbildungsvertrag;
- Eine Finanzierung, die Leistungsanreize enthält;
- Eine Informationspflicht über die Aufnahme, den Verlauf der Ausbildung und den Abgang der Teilnehmer;
- Ein System der Qualitätssicherung mit einer öffentlichen Verantwortungspflicht sowie Kontrolle durch die Schulaufsichtsbehörde.

Das System der Qualitätssicherung
Das WEB-Gesetz verpflichtet die Einrichtungen dazu ein System der Qualitätssicherung aufzubauen und instandzuhalten. Beim Aufbau dieses Systems haben die Einrichtungen eine erhebliche Freiheit.

Eine Einrichtung muss jedenfalls nach aussen hin nachweisen können, in den vier Gebieten in denen der Staat selbst gesetzliche Anforderungen stellt:
- mehrfache Qualifikation: für den Arbeitsmarkt, für weiterführende Ausbildungen und für die Befähigung zur Teilnahme am gesellschaftlichen Verkehr;
- Zugänglichkeit für Zielgruppen mit einer benachteiligten Position;
- Zweckmässige Lernwege;
- Gute Beratung bei der Ausbildungs- und Berufswahl.

Die Qualifikationsstruktur des berufsbildenden Sekundarunterrichts kennt vier Niveaus, die parallel zur europäischen Einteilung der Ausbildungsniveaus verlauft. Für jedes Niveau gibt es eine dazu passende Ausbildung.
Ausserdem önnen die Teilnehmer wählen zwischen zwei sog. Lernwegen: einem berufsausbildenden und einem berufsbegleitenden Lernweg.
Der berufsausbildende Lernweg hat den Charakter eines Ganztags-Schulunterrichts mit Praktika. Der Anteil der Berufspraxis erstreckt sich auf mindestens 20 und höchstens 60 Prozent der Studiendauer.

Der berufsbegleitender Lernweg besteht darin das die Teilnehmer arbeiten und lernen zugleich, wobei der  Anteil der Berufspraxis sich auf 60 Prozent oder mehr der Studiendauer erstreckt (vergl. Duales System)
Von den 700 Ausbildungen hann nur ungefähr die Hälfte in beiden Lernwegen absolviert werden.

Diese Qualifikationsstruktur ist abgestimmt auf die Anforderungen die das WEB-Gesetz stellt:
- benachteiligte Gruppen sollen zu einem Abschluss bzw. Zu einer Startqualifikation geführt werden;
- die Ausbildungen sollen auf die unterschiedlichen Wünsche und Merkmale der Teilnehmer abgestimmt sein;
- es sollen hochwertige Berufsausbildungen angeboten werden, die auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts abgestimmt sind;
- es muss ein reibungsloser interner Ablauf innerhalb des berufsbildenden Sekundarunterrichts realisiert werden;
- es sollen Möglichkeiten für eine Fortsetzung des Studiums im berufsbildenden Tertiärunterricht geboten werden.

Die vier Qualifikationsniveaus des berufsbildenden Unterrichts und die dazugehörigen Ausbildungen

Niveau 1: Erledigung einfacher ausführender Arbeiten
Zugänglich ohne Zulassungsanforderungen. Hierzu gehört die Assistenten-Ausbildung von einem halben bis zu einem Jahr. Vor allem für diejenigen die auf dem zweiten Niveau keine Startqualifikation erreichen können und damit den Arbeitsmarkt mit einem Abschluss betreten können.

Niveau 2: Erledigung ausführender Arbeiten
Dazu gehört die Basis- Berufsausbildung mit einer Dauer von zwei bis drei Jahren, die ebenfalls frei zugänglich ist. Hier wird die Startqualifikation erreicht über die jeder Teilnehmer mindestens verfügen sollte.

Niveau 3: Völlig selbständige Ausführung von Arbeiten.
Dazu gehört die Fachausbildung mit einer Dauer von zwei bis vier Jahren, die gesetzlich zugänglich ist mit einem Anschluss des vorbereitenden berufsbildenden Sekundarunterrichts oder einem Zeugnis mit der Versetzung in Klasse 4 des allgemeinbildenden Sekundarunterrichts der Oberstufe.

Niveau 4: völlig selbständigeAusführung der Arbeiten mit breiter Einsetzbarkeit oder mit einer Spezialisierung.
Zur breiten Einsetzbarkeit gehört die Ausbildung für die mittlere Führungsebene. Dauer drei bis vier Jahren. Gesetzlich zugänglich mit einem Abschlusszeugnis des vorbereitenden berufsbildenden Sekundarunterrichts, mit einem Zeugnis mit der Versetzung in die 4. Klasse des allgemeinbildenden Sekundarunterrichts der Oberstufe, oder mit einem Abschlusszeugnis der Fachausbildung.

Berufspraxis als Pflichtbestandteil des sekundären berufsbildenden Unterrichts
Das erlernen des Berufs in der Praxis bildet einen unverzichtbaren Bestandteil des berufsbildenden Sekundarunterrichts. Die nationalen Organe für das Berufsbildungswesen und die Ausbildungseinrichtungen sind gemeinsam für diese praktische Berufsausbildung verantwortlich.

Anerkannte Lehrbetriebe
Die nationalen Organe werben Lehrbetriebe und beurteilen diese anhand vorgegebener Kriterien. Die über ca. 150.000 Betriebe die diese Kriterien erfüllen, werden in Verzeichnisse anerkannter Lehrbetriebe aufgenommen. Diese Register sind öffentlich und stehen die Ausbildungseinrichtungen zur Verfung.

Die wichtigsten Beurteilungskriterien sind:
- die fachliche Qualifikation und die didaktischen Qualitäten des Praxis- Betreuers;
- die Frage ob die vorgeschriebene Absclussprüfungsanforderungen in der praktischen Berufsausbildung erworben werden können;
- die Ausrüstung des Arbeitsplatzes;
- die Bereitschaft des Betriebes Zeit in die Ausbildung und in die Prüfung der Lehrergebnisse des Teilnehmer zu investieren.

Die Suche nach guten Ausbildungsplätzen beschränkt sich nicht auf die Niederlande.

Praktische Ausbildungsverträge
Die Ausbildungseinrichtung sorgt dafür das die Rechte und Pflichten aller Beteiligten in einem sogenannten praktischen Asusbildungsvertrag festgelegt werden, die von der Ausbildungseinrichtung, vom Teilnehmer und vom Lehrbetrieb unterzeichnet wird.Beim berufsbegeleitenden Weg ist auch Unterzeichnung vomm nationalen Organ notwendig, die damit bestätigt das der Lehrbetrieb anerkannt ist.

Folgende Aspekte werden in den praktischen Ausbildungsverträgen geregelt:
- die Dauer der praktischen Berufsausbildung;
- die Betreuung der Teilnehmer;
- die Beschreibung der Abschlussprüfungsanforderungen, die in der Praxis erworben müssen;
- die Beurteiling ob diese auch tatsächlich erreicht werden;
- ggf. Die vorzeitige Beendigung des Vertrags.

Prüfungen und Abschlüsse des berufsbildenden Sekundarunterrichts
Prüfungen für die Berufsausbildungen werden nicht einmalig am Ende der Ausbildung abgenommen. Sie sind aufgebaut aus Tests, die zeigen ob eine Teilqualifikation der Ausbildung erfolgreich abgeschlosen wurde. Der Erwerb einer Teilqualifikation verleiht das Recht auf ein Zertifikat.Wenn sowohl alle Teilqualifikationen als auch der praktische Teil der Berufsausbildung mit ausreichenden Ergebnis abgesschlossen wurde, erhält der Teilnehmer ein Abschlusserzeugnis.

Die Organisation und Ausgestaltung der Prüfungen muss die Ausbildungseinrichtung in einer Unterrichts – und Prüfungsordnung festlegen. Alljährlich werden Inhalt und Niveau der Prüfungen bei einem Teil der Berufsausbildungen von der Schulaufsichtsbehörde beurteilt und die Ergebnisse werden mit vollständigen Nahmen veröffentlicht.

Die Prüfungen von 51 Prozent der vom Minister angewiesenen Teilqualifikationen muss von einer unabhängigen, externen Beurteilung unterworfen werden.
Dies bedeutet dass eine unabhängige und anerkannte Prüfungseinrichtung vorher erklären muss dass alle Verfahren entsprechendden gesetzlichen Vorschriften geregelt sind.

Die nationalen Organe sammeln Informationen über die Vergleichbarkeit von Qualifikationen, die innerhalb und aussrhalb der Niederlande erworben werden und stellen diese der Europäischen Union zur Verfung, damit internationaler Vergleich der Abschlüsse möglich gemacht werden kann.

Formen der Zusammenarbeit im Sektor des berufsbildenden Sekundarunterrichts und der Erwachsenenbildung                       
Für die Ausbildungseinrichtungen sind die nationalen Organe für das Berufsbildungswesen als Kenntnis- und Expertisezentren der Branchen unerlässliche Partner für eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung des berufsbildenden Sekundarunterrichts.